Über mich

Wer bin ich?

Hallo zusammen 😊

mein Name ist Amira Wende.

Ich bin 30 Jahre alt und auf einem Reiterhof in Dithmarschen groß geworden.
Ein Leben ohne Pferde hat es für mich nie gegeben – und das soll auch so bleiben.

Ich kann mir nichts Schöneres vorstellen, als meinen Alltag mit diesen wunderbaren Wesen zu teilen. Pferde haben mich nicht nur viel über sich gelehrt, sondern vor allem über mich selbst – und sie haben mich zu dem Menschen gemacht, der ich heute bin.

Das Gefühl tiefer Verbundenheit und echten Vertrauens zwischen Mensch und Tier ist einzigartig – und ich bin dankbar dafür, es erfahren zu dürfen.

Mein Weg mit den Pferden

Wie alles begann

Theoretisch bin ich schon im Bauch meiner Mutter mitgeritten und saß natürlich auch als Baby und Kleinkind auf verschiedenen Pferderücken.

Wirklich prägend wurde mein Weg mit Pferden jedoch ab meinem dritten Lebensjahr. Denn zu meinem dritten Geburtstag schenkten mir meine Eltern ein Shetlandpony namens Charly – und mit ihm erlebte ich zum ersten Mal dieses besondere Gefühl, von dem ich heute spreche.

Charly war nicht einfach nur ein Shetlandpony. Er war mein bester Freund. Während er sich beim Vorbesitzerkind mit schlimmen Worten verabschieden musste und bei uns regelmäßig die Reitschulkinder abwarf, lief er mir – ganz ohne Training – wie ein Hund hinterher und begleitete mich auf Schritt und Tritt.

In all den elf Jahren, die wir gemeinsam hatten, hat er mich kein einziges Mal abgeworfen. Mit ihm absolvierte ich meine Hufeisenabzeichen, erlebte Wanderritte, Quadrillen und vieles mehr. Manchmal schlief ich sogar mit in seiner Box und erzählte ihm regelmäßig meine Sorgen.

Im Jahr 2006 starb Charly völlig unerwartet. Ein Teil seines Darms hatte sich unter dem Magen eingeklemmt, und während der Operation stellte sich heraus, dass der Befund nicht reparabel war.

Für mich brach eine Welt zusammen, bis heute tut es weh, doch ich habe mich trotz dessen nicht von den Pferden abgewandt.

Jungpferdeausbildung

Im Alter von 13 Jahren es zum ersten Mal dazu, dass ich ein junges Pony ausgebildet habe, da meine Mutter dieses verkaufen wollte und nicht die passende Körpergröße hatte, um es selbst zu tun.

Dieses Pony war eine 1,44 m große Welsh-B-Stute namens Flower, die wir als Fohlen vor dem Schlachter gerettet hatten.

Ich habe sie ganz alleine zum Reitpferd ausgebildet und – wie auch sonst – wollte ich sie danach nicht mehr hergeben. Mit ihr habe ich später meine Reitabzeichen, mein Longierabzeichen und vieles mehr absolviert. Man kann nicht sagen, dass sie anfangs ein einfaches Pony war. Sie hatte – typisch für ein Welsh-Pony – viiiel Energie, die anfangs nicht nur positiv zu spüren war.

Natürlich bin ich auch ein paar Male heruntergefallen, doch ich bin immer wieder aufgestanden. Durch sie habe ich Geduld, Ruhe, Verständnis und Feingefühl gelernt – genau die Fähigkeiten, die mir heute dabei helfen, mit jeder Art von Pferd umgehen zu können. Zudem hat sie mich gelehrt, dass sich Durchhalten lohnt und man alles erreichen kann, wenn man hart genug an sich arbeitet und aus Fehlern lernt.

Nach drei Jahren war sie das bravste Pony. Später bin ich sogar Turniere mit ihr geritten. Ja, ich war auch zuvor als junges Kind bereits Turniere auf einer der Stuten meiner Mutter geritten, doch das war nicht dasselbe. Dieser Stolz darauf, wie weit wir gemeinsam gekommen sind, war unersetzlich.

Und genau das war die Entstehung meiner Leidenschaft – die Jungpferdeausbildung.
Gemeinsam diesen Weg zu beschreiten, sich an Fortschritten zu erfreuen und dieses Gefühl von Stolz zu spüren.

Ein paar Jahre lang bildete ich die Jungpferde unserer eigenen Hobbyzucht aus und bekam irgendwann auch Anfragen von Reitschülern und deren Bekannten. Ich durfte von den unterschiedlichsten Pferden, Ponys und Rassen lernen.

Trainer & ihre Einflüsse

Schon immer war ich sehr vielseitig unterwegs, denn immer nur dasselbe zu tun, war mir zu langweilig. Ich liebte es, immer wieder etwas Neues auszuprobieren, mir gemeinsam mit meinen Pferden unterschiedliche Dinge zu erarbeiten und stetig zu wachsen.

Von verschiedensten bekannten Trainern wie Monty Roberts, Linda Tellington-Jones, Sally Swift, Pat Parelli, aber auch von vielen anderen Trainern und Reitlehrern habe ich mir das herausgefiltert, was mich weitergebracht hat und was heute die Vielseitigkeit meiner Pferdearbeit ausmacht.

Später sah ich die Dressurreiterin Uta Gräf zum ersten Mal auf der früheren Messe „Pferd & Jagd“ und sagte mir, dass – wenn ich jemals noch einmal eine Ausbildung zur Bereiterin machen würde – dann nur bei ihr.

Jahre später, im Jahr 2021, war ich dann tatsächlich für drei Monate bei ihr in Rheinland-Pfalz, nachdem ich mich während meines einjährigen Aufenthalts in Kanada von 2018 bis 2019 dazu entschlossen hatte, meine Leidenschaft für die Pferdearbeit zum Beruf zu machen.

In Kanada hatte ich die Westernreitweise lieben gelernt, vor allem aber ein ganz besonderes Konzept eines deutschen Trainers: das pro ride horsemanship-Konzept von Thomas Günther.

Da muss man erst einmal nach Kanada reisen, um einen deutschen Trainer kennenzulernen!

Das Konzept von Thomas hat mich von Anfang an gefangen und überzeugt, da es für mich genau das war, was mir bis dahin gefehlt hatte – das i-Tüpfelchen. Es unterstützte mein Denken und Arbeiten mit meinen Pferden und gab mir den letzten, entscheidenden Baustein für das große Ganze.

Da ich eine Ausbildung bei Thomas zur Co-Trainerin jedoch eigenständig hätte finanzieren müssen, bin ich – wie bereits oben erwähnt – im Jahr 2021 zunächst doch noch zu Uta Gräf gegangen, um für mich zu entscheiden, welchen Weg ich gehen möchte.

Auch dort habe ich in diesen drei Monaten sehr viel gelernt, und ich bin bis heute ein Fan von Uta Gräf und ihrer Art, mit Pferden zu arbeiten. Letztendlich waren es jedoch viele verschiedene Gründe, die mich dazu gebracht haben, meine Ausbildung bei Thomas Günther zu beginnen.

Und so begann ich im Jahr 2022 endlich meine Ausbildung zur Co-Trainerin von pro ride horsemanship in Kassel – und ich kann heute sagen, dass es die richtige Entscheidung war.

Mir hatte bei vielen Trainern oft die Leichtigkeit, die Freude und das Positive gefehlt. Das Turnierreiten und viele Unterrichtsstunden, die ich absolviert hatte, waren häufig so verbissen, so perfektionistisch, so steif. Zu strikt – das war einfach nichts für mich.

Doch Thomas ist genau das, was mir gefehlt hat. Seine Arbeit mit den Pferden ist positiv, vielfältig und vor allem pferdegerecht – dabei aber keinesfalls weniger professionell. Ganz im Gegenteil: Das Konzept folgt einer klaren Struktur, in der jede Übung auf der vorherigen aufbaut und das Wachstum niemals endet. Und das immer angepasst an das jeweilige Pferd.

Es ist, als wäre all mein Wissen, das ich mir zuvor eigenständig durch Fühlen erarbeitet hatte, nun auch theoretisch erfasst und logisch nachvollziehbar. Dinge, die ich vorher intuitiv getan habe, konnte ich plötzlich erklären. Denn bei Thomas habe ich zum ersten Mal frei, aber gleichzeitig mit einem bewussten Verständnis jeder meiner Bewegungen mit dem Pferd gearbeitet.

Das heißt: Ich habe die Logik der Pferdesprache gelernt. Einen Fahrplan, der für jeden funktioniert, der ihn neu erlernt – denn diese Sprache ist bei jedem Pferd gleich.

Zudem wurden meine bisherigen Erfahrungen dadurch mit unglaublich viel Wissen ergänzt und erweitert. Und ich bin noch lange nicht am Ende!

Meine Ziele

Mein nächstes Ziel ist es, in allen Themen die Prüfungen in der nächsten Schwierigkeitsstufe (Intermediate) zu absolvieren – aber alles Schritt für Schritt.

Aktuell reite ich bereits ein wenig Western und auch Working Equitation, möchte mich in beiden Bereichen jedoch noch weiterentwickeln und auch gerne einmal an Prüfungen in diesen Disziplinen teilnehmen.

Irgendwann in den nächsten Jahren möchte ich außerdem noch einen Kutschführerschein machen – das habe ich schon laaange vor.

Das war es erst einmal, aber mir wird bestimmt immer wieder etwas Neues einfallen 😛

Mein wichtigstes Ziel ist es allerdings, so vielen von euch wie möglich zu ermöglichen, das zu fühlen, was auch ich fühlen darf, und euch auf eurem Weg dorthin zu begleiten. Euch und eure Pferde durchhalten und wachsen zu sehen!

Meine Abzeichen/Zertifikate

  • Kleines Hufeisen (heute Reitabzeichen 9)
  • Großes Hufeisen (heute Reitabzeichen 7)
  • Kleines Longierabzeichen
  • Basispass (heute Pferdeführerschein Umgang)
  • Kleines Reitabzeichen (Klasse E)
  • Großes Reitabzeichen (heute Reitabzeichen 5 / Klasse A)
  • Liberty – Basics
  • Seilarbeit – Basics
  • Reiten – Basics
  • Jungpferdeausbildung